How to write a book

IMG_7238.jpgIch öffne diese Seite und – so absonderlich das klingen mag – ich weiß nicht mehr genau, wie sie funktioniert. Dabei hab ich doch drei Jahre damit gearbeitet. Ich dachte, das sei wie Fahrrad fahren.

Mein letzter Beitrag ist vom 19. Dezember 2017 und er handelt von Weihnachten. Und zwischen den Zeilen vom Ende des Jahres und von Entscheidungen und Neuanfängen.

Auf dem Holzfußboden in unserer Wohnung laufen noch immer Sommer wie Winter Barfuss-Kinder. Die Katze streunt zwischen wilden Erdbeeren durch den hinteren Garten, der Hund durch den vorderen, immer auf der Hut, immer ein bißchen zu laut und zu ungestüm. Der Sommer macht sich bereit, in vier Tagen brechen wir auf, fünf Wochen im Bus. Packen und waschen und Picknickkörbe füllen. Sich Hundertmal stossen und mit blauen Flecken ins Bett gehen. Wahrscheinlich das letzte Mal mit unserem Bus. Das letzte Mal mit DIESEM Bus. Schon beim Kauf wurde uns prophezeit, das würden wir keinen Sommer zu viert mit Hund darin aushalten. Doch was ist das für ein Luxusproblem? Was ist das für eine dumme, naive Komfortzonen-Taktik. Natürlich kann man das, natürlich kann man das auch so lieben. Natürlich kann klein auch besonders sein. Einen zwingen, draußen zu sein, bei Wind und Wetter. Einen lehren wie es ist, auf engstem Raum zusammen zu sein. Dreckige Hundepfoten auf sauberer Bettwäsche. Und immer dieser Duft nach Sonnencreme und frischem Rosmarin.

Kaum einer aus dem Freundeskreis fliegt mehr. Alle planen ihre Reisen mit dem Zug – verlassen auch ihre Komfortzonen, sind aufmerksamer, achtsamer, beziehen Stellung.

Aber darum geht es ja gar nicht. Es geht eigentlich um die letzten eineinhalb Jahren. Um all die Veränderungen, von Außen und von Innen. Um uns und unsere Entscheidungen. Und darum, wie es ist, Sicherheiten zu verlassen. Neu anzufangen. Um dann zu fallen. Und mit etwas Glück wieder aufzustehen.

Aber alles begann mit der Frage: Kann man mit Zweitklässlern ein Buch schreiben? Kann eine fünfjährige ein Buch schreiben?

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Wo beginnt mein Projekt und wo merke ich, dass ich dafür alles andere aufgebe. Das ich bereit bin weiter zu gehen, als anfangs gedacht? Wann habe ich gemerkt, dass mich acht Kinder so sehr in ihren Bann ziehen können, dass ich manchmal mit den Tränen kämpfe, wenn sie ihre Ideen herausschreien?

Ich muss erst mal einen Anfang finden, für eine ganz wunderbare Geschichte. Und einen Anfang, um einen neuen Weg zu finden zu schreiben. Ich bin nicht weg. Ich bin nur anders.

 

 

 

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