Liebe Mamas, ich bin eine Finalistin

IMG_3921Das ist schön. Ich bin eine Finalistin und das klingt auch so schön. Und noch viel schöner ist es, dass mich diese Nachricht ganz unerwartet traf. Heute. Ich habe mich nämlich vor Monaten für diesen Award beworben. Mit einem Text, den ich selbst immer noch so mag „Liebe Mamas, schaut Euch doch mal an“. Den lese ich manchmal noch selber und erfreue mich daran. Viel lieber aber lese ich die Texte, die Mails, die Kommentare die mich danach erreicht haben. Es gibt so viele schöne Texte. So authentische, traurige., wahre, welche zum schmunzeln, zum wieder erkennen. Aber dieser hat anscheinend etwas anderes bewirkt. Er hat viele Frauen nicht nur berührt, sondern auch verändert. Nicht grundlegend. Sondern ganz zart und leise. Eine kleine Stimme die manchmal flüstert: Du bist schön.

Ich habe so viel nachgedacht in letzter Zeit. Was ich will. Wohin ich will. Ich habe sehr viel Zeit investiert. In „Emil und Ida“ und „Die kleinen Landstreicher“. Ich habe so viele Texte geschrieben, die ich gesammelt habe. Ausgedruckt und korrigiert, verändert, zusammen gefügt. Ich will keinen von ihnen missen. Ich lese manchmal auf ganz anderen Seiten meine eigenen Texte, verlinkt oder geteilt noch Jahre später. Dann merke ich manchmal erst nach den ersten Sätzen: Oh, das bin ja ich! Das ist mein Text. Und ich erinnere mich wieder an Momente von vor ein zwei oder drei Jahren. Als Emil und Ida klein waren. Richtig klein.

Ich schreibe so gerne und ich lese so gerne meine eigenen Erinnerungen. So wie ich gerne alte Fotos betrachte. Die Zeit rennt so wahnsinnig. Kann ich denn jetzt einfach aufhören? Wer archiviert ab jetzt die Geschichten unseres Lebens? Für mich und vor allem für Emil und Ida?

Kann ich ganz aufhören, oder muss ich einfach nur Dinge verändern? Muss ich aufhören Texte zu lesen, die mich nicht mehr inspirieren? Ich kann doch aufräumen in meiner social Media Welt. Nur noch das an mich heran lassen, was ich mir wünsche. Und nur das Schreiben, was mir wichtig ist? Ich kann aufhören auf Zugriffszahlen zu sehen. Ist es denn wichtig wie oft ich schreibe und gelesen werde?  Ist es nicht einfach wichtig zu schreiben und die zu finden, die genau wie ich selektiert haben, gerne lesen, was ich schreibe?

Ich hab ja noch ein bisschen zeit. Im November wird „Emil und Ida“ drei Jahre alt. Das ist eine schöne Deadline. Ein trister Monat in dem ich nicht so viel fotografiere und umso mehr schreibe. Vielleicht finde ich einen neuen Weg.

Aber jetzt erst mal abstimmen! das würde mich glücklich machen! 

(Achtung, dieser Text ist auch für alle Väter! Die Überschrift passte nur so schön zu meinem eingereichten Text !)

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