Update – gar kein anspruchsvoller Text heute

img_3011-kopieWarum schreibst du denn nicht mehr?

Wüsste ich selber gern. Und dann weiß ich es doch. Manchmal schreibt man einfach nicht, weil das Leben irgendwie andere Pläne hat. Manchmal, weil mir die Abende mit Paul zu wichtig sind, als sie schreibend zu verbringen. Manchmal, weil ich die Zeit vergessen, weil ich gar nicht drüber nachdenke.

In den letzten Tagen auch, weil ich zum ersten Mal alleine mit Paul und dem Bus weggefahren bin. Einfach nur ein paar Tage. An die Ostsee. Und gemerkt habe, wie sehr ich die Kinder vermisse, aber auch, wie irgendwann eine innere Anspannung von einem abfällt. Das Gefühl, immer im Einsatz zu sein. Immer nach ihnen zu sehen, zu hören. Immer auf Gefahren zu achten. Ihnen Aufmerksamkeit zu schenken, ihnen zuzuhören, ja, selbst wenn sie schlafen. Niemand, der im Bus über uns herumwühlt, träumt oder dem anderen im Schlaf einen kleinen Kinderfuss ins Gesicht rammt. Ich passe nur auf mich auf. (Gut, auf Paul hätte ich besser aufpassen können. Denn wir stellen a) fest, dass es unglaublich viel Spaß macht unglaublich schnell mit dem Rad Hügel herunterzufahren (Wie konnte man das vergessen haben??) und wir stellen b) fest, dass das im Wald vielleicht nicht so eine gute Idee ist, weil dort Steine und Wurzeln lauern, die einen nur zu gern vom Rad katapultieren. In diesem Falle Paul – der sich vor mir heftig überschlug und samt Salto auf dem Waldboden landete. Ich habe mich lange nicht mehr so sagenhaft erschrocken)

Die Kinder sind mit Oma und Opa in den Urlaub gefahren. An meinem Geburtstag haben wir sie da abgeholt und ich bin – zum dritten Mal in 14 Tagen – krank geworden. Happy Birthday. Kein gemeinsames Abendessen, keine Geburtstagsanrufe entgegen genommen, sondern nur leidend im Bus gelegen.

Aber den Nachmittag haben wir noch genossen. Am 21. September, bei Sonne im See, Mitten in Norddeutschland!

Und dann, als wir endlich alle zurück waren, die heftigsten Krankheitswehen überstanden, da zog Pius bei uns ein. Klein und wild, voller Ideen. Die Kinder nicht mehr zu bremsen, der Hund auch nicht. Ich glaube, er hat unsere Familie komplett gemacht. ( Na gut, bis auf die Gänse und den Esel und die Hühner, die ich mir so sehr wünsche….aber dann höre ich auch auf!)

Pius Energie deckt sich sehr mit der von Emil. Selbst aus dem Tiefschlaf vernimmt er jede Regung von Emil, springt auf und folgt ihm auf Schritt und Tritt. Viel zu groß die Angst, dass man etwas verpassen könnte.

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Und dann? Warum habe ich dann nicht geschrieben?

Dann haben wir den Garten gemacht, haben die restlichen Blaubeeren geerntet und endlich mit dem „Backbuch für Outdoorkids“ angefangen. Wir haben die Wohnung ein bisschen Welpen sicher gemacht, haben die Bäume beschnitten, ein paar Äpfel geerntet. Haben Pflaumenmus gekocht, endlich wieder angefangen zu fotografieren und uns für den Herbst vorbereitet. Verteilen dicke Kissen in allen Zimmern und trinken heißen Kakao wenn wir aus dem Garten kommen.

Ja, wenn Ruhe einkehrt schreibe ich auch wieder.

Jetzt gerade geniesse ich nur 🙂

 

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