Nephellis Taufe (Sponsored Post)

IMG_6627 KopieWir taufen unsere Kinder nicht. Wir haben auch nicht kirchlich geheiratet. Manchmal sagt Emil: „Gott ist die Sonne, glaube ich“. Und er mag Kirchen sehr gerne. „Ist Gott im Himmel?“ hat er einmal gefragt. „Wenn du das glaubst,“ habe ich gesagt. „dann ist das so.“

Nur weil ich selber meine Kinder nicht taufen lasse, heißt das nicht, dass ich nicht gerne Gast auf Taufen bin. Auch für meine Kinder. Es eröffnet sich ihnen eine Welt in die ich sie nicht einführe, die aber existent ist. Etwas, dass sie erfahren dürfen und sollen, um sich selber eines Tages eine Meinung bilden zu können. Emil und Ida mögen das Andächtige, sie mögen tatsächlich auch die Stille und sie mögen den Gesang.

Diesmal waren wir aber auf einer griechischen Taufe. Und Stille und Gesang gehören nicht dazu – stattdessen wurde es zu einem großen Fest für Kinder. Und das hat für mich viel schöner auf den Punkt gebracht worum es eigentlich geht. Um unsere Kinder. Darum, dass wir sie in eine Gesellschaft einführen, das wir sie mit offenen Armen aufnehmen wollen und uns an ihnen erfreuen. Jeden Tag.

Hell ist es und warm. Den Weg zur Kirche herauf säumen große und kleine Blumentöpfe mit Pflanzen und Kräutern. Sommerlich und frisch. Griechenland besticht mit seinen natürlichen Farben, dem blendenden weiß der Gebäude, den blauen Stühlen vor den Tavernen, dem hochsommerlichen Grün der Olivenbäume. Die Taufe beginnt um 18:30 Uhr. Für uns ein ungewöhnlicher Termin, für Griechen ganz selbstverständlich. Davor wäre es viel zu heiß. Um die strahlend weiße Kirche herum laufen Kinder. Das Licht ist warm, der Boden trocken. Ihre Gesichter erhitzt. Niemand der sie zur Ordnung ruft.

Es ist Zeit anzukommen. Sich zu begrüßen. Wir sehen so viele Leute wieder, die wir manchmal ein oder sogar mehr Jahre nicht gesehen haben. Aber in allem schwingt so viel Wiedersehensfreude – manchmal spielt Zeit keine Rolle. Einmal habe ich zu Paul gesagt, dass ich das Gefühl habe, man könne die Intensität unserer Freundschaften auch daran erkennen, dass wir von den engsten Freunden auch immer mit deren Eltern verbunden sind und das auch bei all den Freunden die wir lange nach der Schulzeit erst kennengelernt haben. Als würde man aufgenommen werden in eine andere Familie. In Griechenland ist das genauso.

 Was die Dokumentation der Festlichkeiten angeht sind wir vorgewarnt. Auf der griechischen Hochzeit von Nephellis Eltern vor ein paar Jahren jagten sich Fotografen und Kamerateams nahezu. Und die Zeit vor der eigentlichen Zeremonie wird genutzt um im Schatten der Kirche bereits Bilder zu machen. Parallel dazu werden alle Gäste mit kleinen, geflochtenen Armbändern ausgestattet. Emil trägt es auch zwei Wochen später noch. Eine Geste die zeigt, wir gehören zusammen. Wir sind heute eine Familie. Eine große Familie aus Verwandten und Freunden die für Nephelli zusammen gekommen sind.

Die Kinder zünden Kerzen in der Kirche an. Etwas, das sie immer tun. Es ist ihnen wichtig. In jeder Kirche in Rom und Venedig, in Südtirol und Hamburg. Sie wollen eine Kerze anzünden. Es ist nicht wichtig, dass wir ihnen eine Bedeutung dazu geben. Sie suchen sich eine eigene.

Die Zeremonie – altgriechische Verse, Öl und viele, viele Kinder

 Für uns geht die Zeremonie recht unvermittelt los. Gerade wollte ich die Kinder anweisen, sich doch einen Platz in der Kirche zu suchen, als wir nahezu in den Priester hineingerannt sind. Geht es los? Dachte ich. Nein, es ist schon Mitten drin. Die Patin hält das Nephelli, der Priester spricht. Ohne Pause. Ohne Unterlass. Altgriechische Verse, schnell, ein wenig monoton. „Verstehst du was er sagt?“ frage ich einen Freund. „Gott, nein!“ sagt der. „Das verstehen nur die, die in der Schule echt gut aufgepasst haben. Ich nicht.“ Ich sage den Kindern nicht mehr, dass sie sich einen Platz suchen sollen. Niemand sitzt. Alle stehen um das Geschehen herum. Einen höflichen Abstand wir man es aus deutschen Kirchen kennt gibt es nicht. Wer etwas sehen will steht vorne. Vor allem die Kinder. Andächtige Stille? Gibt es nicht. Ich weiß nicht ob sie mir fehlt, aber sie eröffnet vor allem eines: die Möglichkeit zu kommunizieren ohne böse Blicke zu ernten. Jeder kann und darf frei mit seinen Kindern sprechen. Nicht laut, aber auch nicht mit dem andauernden Gefühl, jeden Moment zurecht gewiesen zu werden. Was dem Priester an Kommunikation fehlt fängt die Taufgesellschaft eben wieder auf.

Die Kinder dürfen direkt am Taufbecken stehen. Einige halten Kerzen. Sie sind keine Gäste, die von ferne stumm zuschauen. Sie sind Teil des Geschehens. Sie dürfen aktiv teilnehmen. Und staunen.

Menschen gehen rein und raus. Die griechische Taufe ist kein inszeniertes Theaterstück. Keine Vorführung für alle. Keine Ansprache an die Gäste. Sie ist eine Zeremonie für Nephelli. Und wer dabei sein möchte kann das. Oder auch nicht. Und das aber auch hautnah. Und es nimmt dem Ganzen nicht die Emotionen, oder die Bedeutung. Nephelli ist der Mittelpunkt. Und so wird sie auch behandelt. Kein kurzes Vortreten, betröpfeln und Aufsagen eines Taufspruchs. Nephelli wird im Rahmen der Zeremonie Minutenlang liebevoll eingeölt. Immer wieder taucht sie ab in das Taufbecken. Kein Schreien, kein weinen. Nephelli ist vier Monate alt. Und lacht.

Eine griechische Taufe kann zwischen einer und drei Stunden dauern. Der Priester beschränkt sich dabei komplett auf altgriechische Verse. Persönliche Ansprachen gibt es nicht. Neben dem Taufkind spielt die Patin (der Pate) im griechischen „Nouna“ die größte Rolle. Sie ist es, die das Kind durch die Zeremonie begleitet, es hält, ölt und am Ende in sein Taufkleid hüllt. Bei vielen griechischen Taufen sind es die Paten, die auch finanziell das Tauffest tragen.

Nach dem Fest ist vor dem Fest 

Für Nephellis Taufe hatten ihre Eltern sich etwas Besonderes ausgesucht nach der Zeremonie. Denn all die Kinder, die mehr als eine Stunde der Feierlichkeit beigewohnt hatten, liefen jetzt wieder raus in die tiefstehende, aber immer noch heiße Sonne. Sekt? Fingerfood? Nein. Wenn es etwas gab, was die Kinder sich jetzt von Herzen wünschten, dann war es Eis. Und das gab es. In Form eines nostalgischen Eiswagens der vor die Kirche fuhr und Eis für alle verteilte. So viel man mochte. (Das galt im übrigen nicht nur für die Kinder. Im Grunde standen alle Gäste binnen von Minuten um den Eiswagen herum).

Von der Kirche aus ging es zurück ins Hotel. Auf der Dachterrasse waren bereits alle Tische gedeckt. Mit Blick über Thessaloniki bis hin zum Meer. Um noch mal zurück aufs „Ich hasse fliegen“ Thema zu kommen: Das sind dann die Momente, an denen man wirklich froh ist, in den Flieger gestiegen zu sein. Es ist kein Geheimnis, dass wenn es ums Essen geht, die Griechen großartiges auftischen. Aber noch viel schöner: von Beginn an ging es wieder um die Kinder. Neben kleinem Spielhaus und Rutsche gab es vor allem eines: jemanden der sich ausschließlich um die Kinder gekümmert hat. Keine Frage, für Emil und Ida war es die Party des Jahrhunderts. Einen extra Kindertisch und niemand der kontrolliert was und wieviel man sich vom Buffet geholt hat. Und dann: tanzen bis die Nacht kommt. Bis Mitternacht rannten, hopsten, tanzten und sprangen die Kinder herum.

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Was schenkt man zur Taufe?

Die Griechen investieren viel für ihre Feste. Nichts wird dem Zufall überlassen. Schmuck an der Kirche, liebevoll gestaltete Armbänder und Tischkarten, Deko überall, großartiges Essen, wunderschöne Location. An alles wird gedacht. Und alles kostet Geld. Wer feiert zeigt sich großzügig. Lädt viele Menschen ein. Und möchte ein Fest präsentieren, an das sich alle erinnern. Wir werden das auf jeden Fall. Aber was schenken?

Wir sind auf zwei Taufen geladen. Der griechischen und einer deutschen. Und machen uns im Vorfeld Gedanken. Beide Male sind es sehr enge Freunde. Wir sind keine beiläufigen Gäste, keine Arbeitskollegen oder Bekanntschaften vom Babyschwimmen. Wir sind die engsten Freunde. Natürlich mache nur ich mir Gedanken und Paul sagt: such doch was aus. Such das was aus? Denke ich. Wie denn? Wo denn? Ich finde einen Artikel in dem wirklich schöne unterschiedliche Taufgeschenke vorgestellt werden. Und stoße dabei auf den Online Shop Tausendkind. So viele schöne Sachen. Und jetzt? Ich lasse einfach die Kinder entscheiden!

Ja, wenn es nach Ida gegangen wäre (und nach mir auch) hätten wir den Puppenwagen verschenkt. Aber wie in den Koffer kriegen?

Ida ist enttäuscht, aber ich glaube, ihr war bis zum Ende nicht klar, dass sie ihn so oder so hätte abgeben müssen. Emil findet den Traktor toll. Wenn er noch so klein wäre, dann…. Ja, er hat Recht. Wir befinden aber, dass der Traktor doch eher das Geschenk für die Großeltern ist.

Für uns irgendwie zu groß und zu wuchtig. Das Feuerwehrauto ist toll. Finden wir alle. Man kann selbst ein bisschen schrauben und durch das viele Zubehör richtig damit spielen. Für Taufe Nummer zwei defintiv das passende Geschenk.

Und Nephelli? Wären wir mit unserer Planung etwas schneller gewesen hätten wir gerne ein Armband bestellt, mit ihrem eingravierten Namen darin. Ich bin keine Freundin von Silbergeschenken. Bitte keine silbernen Eierbecher und gravierten Silberlöffel. Kann eine Wertanlage sein, hat aber GAR nichts mit Kindern zu tun. Das Armband mit den sommerlichen Farben fand ich aber wirklich schön. Da es für die Gravur aber zu spät war (wer das überlegt: auf jeden Fall drei Wochen vorher bestellen), haben wir uns für den Steiff Hasen entschieden. Der passt in den Koffer und ist auch sofort einsatzbereit. Mit vier Monaten mag man kuscheln und Hasen sowieso.

Wer noch mehr Anregungen braucht sollte vorbeischauen im Online Shop von Tausendkind. Das gilt im übrigen nicht nur für Taufen. Weihnachten nähert sich ja auch erschreckenderweise und Geburtstage gibt es auch genug.

 

 

 

 

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One thought

  1. Liebe Miriam,
    ich finde deinen Beitrag über die Taufe ganz wunderbar. Wir selbst wollen unsere Tochte im Dezember taufen lassen und ich suche deshalb immer nach Inspirationen, wie man die Taufe schön und vor allen Dingen so gestalten kann, dass es auch für die kleinen Gäste etwas Besonderes ist. Mich haben besonders die geflochtenen Armbänder begeistert, die ihr bekommen habt. Kann man die kaufen oder wurden die von den Eltern des Täuflings selbst angefertigt?

    Liebe Grüße sendet Tina

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