Schönes von Human Empire – oder wie das Hochbett endlich fertig wurde

Zum Hochbettbau kann ich nur folgendes sagen:

a) Bevor ihr startet, ruft Opa an.

b) Wenn ihr so ungern streicht wie ich, dann streicht euer Hochbett in der Holzlasur „Kalkweiß“, auch nach viermaligem überstreichen sieht man wirklich GAR nicht, dass man überhaupt gestrichen hat. Demnach sieht man auch die ganzen vergessenen Stellen kaum…

c) Hochbettbau ist unerträglich, wenn man dafür immer mal wieder ein bis zwei Stunden einplant, um es dann danach wieder zwei bis drei Tage gar nicht anzurühren.

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Man kann jetzt wirklich nicht behaupten, dass sich der Hochbettbau auch negativ auf die anderen Räume ausgewirkt hätte…

Uns war klar – mit dem neuen Hochbett würde auch Ida in ihr Zimmer zurück ziehen und wir würden Emils Zimmer ganz neu machen. Aber mit wem zusammenarbeiten?

Eigentlich erübrigte sich die Frage ziemlich schnell: Human Empire. Denn dieser kleine Laden in der Schanze (Hamburg) mit dem mindestens genauso tollen Onlineshop ist so wunderbar innovativ, erfrischend und ansprechend, dass ich mir auf meiner Wunschliste nichts anderes hätte vorstellen konnte.

Hinter Human Empire stehen Jan und Wiebke, die ich seit Jahren kenne und die genau das gemacht haben, für das ich Menschen bewundere: Sie haben den Mut gefasst trotz zweier kleiner Kinder ihren Traum wahr werden zu lassen. Sich aus der Sicherheit in die Selbständigkeit zu begeben und etwas so passioniertes wie den Human Empire Shop entstehen zu lassen.

Aber wie soll das gehen, frage ich mich? Wie soll ich Emil, den kleinen Künstler und Chaoten in diese schöne Human Empire Welt integrieren? Genau so wie er es möchte. Emil entscheidet allein. Nur beim Streichen des Hochbettes (Sysiphus Arbeit!) sind wir unterschiedlicher Meinung. Ich will streichen, er nicht. Ich hätte ihm Recht geben sollen.

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Kinderbank: geerbt und geliebt – musste auf jeden Fall mit! Wal-Kissen (Human Empire), Stoffkorb klein (Human Empire)

Unser Hochbett sollte ja ursprünglich gar kein Hochbett werden – sondern eine zweite Ebene. Auf dicken Querbalken ruhend. Bautag eins beschwerte uns dann zumindest die Erkenntnis: Altbau hin oder her. Unsere Querbalken fallen uns wieder entgegen. Also doch auf Pfosten bauen. Und Emil muss erst mal in Idas Zimmer ziehen.

Was wir gewonnen haben? Vor allem Platz -wertvollen Platz. Altbau sei Dank ist das Hochbett jetzt gut 2,40 hoch. Gewöhnungsbedürftig, wenn man weiß, wie selten man dann doch dabei ist, wenn Ida eifrig Treppen rauf und runter kraxelt. Aber vielleicht auch einfach etwas, dass man lernen muss. Die Sicherheit wird wachsen je öfter sie es tut. Oben hat Emil jetzt Platz für ein 1,40 Bett. Und für all seine Bücherstapel. Emil ohne Bücherstapel – gibt es nicht.

Weiterer Vorteil am Umbau des Zimmers: Aussortieren. Und erstaunlicherweise haben die Kinder sehr reflektiert ihre Dinge sortiert und an die kleinen Cousins verteilt. Ida durfte einen ganzen Stapel Bücher mit in ihr Zimmer nehmen – ich glaube, weil Emil dann auf neue spekuliert.

Was wir behalten haben: eine Kiste Lego, eine Kiste Playmobil, die Holzritterburg. Alles andere wurde großzügig verschenkt. Was dann noch herumfliegt, wie Kuscheltiere, Jonglierbälle und Pixi Bücher verschwindet einfach in den House Doctor Körben. Die sind eigentlich als Wäschekörbe konzipiert, sehen aber so schön und schlicht aus, dass selbst Emil sie sich aus freiem Willen ausgesucht und für gut befunden hat. Zumal man sie wunderbar (im Gegenteil zu Kisten) auch mal ein bisschen quetschen kann, wenn es nicht haargenau passt.

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Stoffkorb von House Doctor – schön und schlicht und super um herumfliegende Kuscheltiere, Kleinkram und Fußbälle verschwinden zu lassen

Was neu hinzugekommen ist: Der Sitzsack. Auch geerbt, als Gegenleistung haben wir uns von Idas Schaukel getrennt, da sie am Ende so halsbrecherisch damit geschaukelt ist, dass ich der Stange an der sie befestigt war langsam nicht mehr trauen mochte. Den Sitzsack hat sie längst für sich okkupiert. Wir haben aber dank des Karabinerhakens die Möglichkeit über kurz oder lang noch ein Klettergestell als Alternative zu besorgen. Ich kann also nur zum Karabinersystem raten!

 

Alles in allem ist ein neues Zimmer ein neues Zimmer. Das kennt man noch von früher, als man seinen Schreibtisch zu schlimmsten Uni Zeiten aufgeräumt und neu sortiert hat: und zack ließ es sich besser arbeiten. Das neue Zimmer birgt so viele neue Ideen, dass es momentan jedem Regentag locker stand hält. Es fühlt sich einfach gut an.

Wichtigster Bestandteil des Zimmers ist und bleibt aber trotzdem Ida! Auch wenn es der Wunsch von beiden war, jetzt wieder ein eigenes Reich zu haben, und vor allem Emil es sehr genießt, die Zeit allein für sich zu haben, während ich Ida ins Bett bringe – das neue Zimmer ist meistens besetzt von klein Ida. Und das auf ausdrücklichen Wunsch von Emil. Das erste was ich morgens höre ist: Ida, kommst du mit in mein neues Zimmer?

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Wer sich um eine Pflanze kümmern kann, der bekommt auch irgendwann ein Haustier! Blumentopf von Bloomingville aus dem Human Empire Shop

Was für beide gerade als positiv bewertet wird ist das getrennte Spielzeug. Gar nicht, weil sie nicht gemeinsam spielen oder teilen wollen, sondern weil aus Platzgründen alles irgendwie zusammen geschmissen war. Jetzt „besitzt“ jeder das, was ihm auch etwas bedeutet. Das, womit er am liebsten spielt. Und dank der tollen neuen Spieldecke kann Ida jetzt ihre Sachen mitbringen, aber genauso einfach wieder in ihr Zimmer zurück tragen.

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Spieldecke von Play & Go aus dem Human Empire Shop.

 

Ob man Kinderzimmer so früh trenne sollte, weiß ich nicht. Für uns war das eine Jahr gemeinsam im Zimmer eine unglaubliche Erleichterung. Zwei Kinder parallel ins Bett bringen. Aber es gab auch die Momente, wo klar war, einer war müde der andere noch nicht. Und die Tatsache: Ida schläft lange und Emil nicht. Ihre innige Beziehung hat das nicht geändert. Aber ein bisschen die Ruhe in ihrem Tun. Beide sitzen gerne in ihren Zimmern und machen genau das, wonach ihnen ist. Ohne, dass der eine den anderen unterbricht. Auch das ist wertvoll.

Am Wichtigsten aber war uns, dass Emil sich wohlfühlen. Und wir ihn nicht bremsen in seinen Vorstellungen. Alles, was Emil lieb und teuer war, hat er mitgenommen ins neue Zimmer. Das alte Sofa von der Uroma (ist nicht auf den Bildern weil es – Überraschung – noch unter Chaos und Werkzeug verschollen ist. So viel zum Thema geschickte Fotografie). Die kleine Figur, die wir Silvester im Supermarkt geschenkt bekommen haben (Einfach so! Geschenkt!). Die Spieluhr, die seine beste Freundin Greta ihm geschenkt hat und vor der die Kinder manchmal sehr lange, sehr still auf dem Boden liegen. Die Tatsache, dass man Aufkleber auf Tische klebt (denn Aufkleber sind etwas Schönes!), und natürlich der obligatorische Helium Ballon vom Marathon vor einer Woche, der nur noch ein schlaffes Etwas ist, aber natürlich niemals entsorgt werden darf! (Auf einem der Fotos dümpelt er noch so am Boden herum). Der selbst angemalte Setzkasten mit den Edelsteinen und den gesammelten Steinen aus Kanada und natürlich die unschlagbare schwarz weiß Fotografie von Opa auf dem Motorrad. Selbst die Kaffeeflecken darauf sind authentisch. Und diesen Sinn für Schönheit finde ich am rührendsten.

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Und wir wissen, im Laufe der nächsten Tage wird Schritt für Schritt wieder Emils Reich entstehen. Mit Star Wars Bildern an der Wand, mit Aufklebern auf dem Schrank und den obligatorischen Bücherstapeln überall. Und er wird neue Dinge finden die er schön findet. Und die werden mit einziehen. Ob wir es wollen oder nicht. Denn es ist Emils Zimmer. Und das soll es auch sein und bleiben.

 

 

Wer skandinavisches Design mag, außergewöhnliche, liebevolle Accessoires fürs Kinderzimmer oder einfach gerne durch schöne Online Shops scrollt, dem empfehle ich Human Empire von Herzen. Wer aus Hamburg kommt oder eines Tages mal in dieser Stadt herumirrt, auch dem kann ich nur raten: Schaut da vorbei. Es lohnt sich!

(Für alle die ständig auf dem laufenden sein wollen: Human Empire gibt es auch bei Facebook Human Empire Facebook)

 

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3 thoughts

    1. Vielen Dank! Hätten wir es zeitlich geschickter geplant, dann wäre es auch tatsächlich innerhalb eines Tages gegangen. Nur wenn man vier Mal zurück zum Baumarkt muss, weil man was vergessen hat, oder sich vermessen, dann kostet das natürlich Zeit. Und dann wurde erst mal wieder 8 Tage durchgearbeitet ohne eine Sekunde am Hochbett zu arbeiten. Für Emil doof, aber jetzt freut er sich um so mehr!
      Liebe Grüße, Miriam

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