Liebe Pegida,

ich lese Eure Aussagen in den Medien und ich höre Eure Interviews im Fernsehen. Ich bin manchmal ganz sprachlos und manchmal juckt es mich in den Fingern Euch zu widersprechen. Aber ihr hört mich nicht und im Stillen befürchte ich ihr seid nicht wirklich bereit für eine Kommunikation.

Ihr habt Angst vor der Islamisierung dieses Landes? Ihr habt Angst davor, die christlichen Werte könnten für immer begraben werden? Und all die hereinströmenden Flüchtlinge könnten Euren Kindern eines Tages ihre Jobs wegnehmen? Und jetzt schon ihren Unterricht stören? Dieses Land mit Sprachen und Kulturen überschwemmen, vor denen ihr Euch fürchtet? Ihr fordert eine klare Trennung zwischen Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlingen, aber wenn ich Euch manchmal reden höre, klingt es, als würdet ihr nicht mal wissen, wo gerade Krieg herrscht und wo nicht.

Ihr wollt Eure Kinder und Enkelkinder schützen? Dann mache ich Euch einen Vorschlag:

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Bevor ihr das nächste Mal auf die Straße geht, nehmt eure Kinder oder Enkelkinder an die Hand und geht mit ihnen in den Wald. Sammelt Eicheln und Kastanien und benennt die guten alten deutschen Bäume. Erklärt ihnen die Blätter, lasst sie die Rinde und die Erde berühren. Weist sie auf Kaninchenlöcher hin, bestimmt Vogelstimmen und erklärt ihnen, woher der Regen kommt und warum es Jahreszeiten gibt, in diesem schönen, deutschen Land.

Bevor ihr das nächste Mal auf die Straße geht, nehmt Eure Kinder und Enkelkinder und geht mit Ihnen ins Museum. Lasst all die Geschichte auf Euch wirken. Erklärt ihnen die Bilder und die Fundstücke. Erzählt Geschichten von Früher. Und lasst sie selber erfahren. Lasst sie Dinge abmalen und begründen. Lasst sie Fragen stellen und selbst nach Antworten suchen. Erklärt Ihnen unsere Kultur, die ihr so schätzt mit all seinen Werten, mit seiner Kunst, seinem Freiheitsgedanken.

Bevor Ihr das nächste Mal auf die Straße geht, nehmt Eure Kinder und Enkelkinder und geht mit ihnen ins Theater. Lasst sie all die großen Klassiker sehen, die aus den Federn der deutschen Literaten und Dramaturgen entstanden. Damit sie all die Werte verstehen, die Deutschland über Jahre zusammenhält. Damit sie über Freiheit und Liebe, über Hass und Verstand selber urteilen lernen. Lasst sie den Geruch des Theaters aufnehmen und verstehen, dass diese Welt viel mehr ist als Fernsehen.

Bevor Ihr das nächste Mal auf die Straße geht, nehmt Eure Kinder und Enkelkinder und lest ihnen vor. Lest ihnen all die vielen Kinderbücher vor, die Deutschland jedes Jahr auf den Markt bringt. So viele deutsche Autoren, die gehört werden wollen. So viele Geschichten, die in die Köpfe Eurer Kinder möchten. Lasst sie die Brüder Grimm lesen, genauso wie die Kinderliteratur der Gegenwart. Denn Deutschland hat so viel wertvolles für unsere Kinder zu Papier gebracht. Hört ihnen zu und redet mit ihnen. Lasst sie noch mehr Fragen stellen und nach noch mehr antworten suchen. Hört ihnen zu, was sie denken und sich vorstellen. Was sie verurteilen und für gut heißen.

Bevor Ihr das nächste Mal auf die Straße geht, nehmt Eure Kinder und Enkelkinder und bringt sie in die Schule. Seht Euch an, wo sie jeden Tag sitzen, lasst Euch all das Gebastelte zeigen, was sie mit so viel Liebe und Konzentration mit ihren eigenen Händen haben entstehen lassen. Holt sie ab und hört Euch an, was sie gelernt haben. Setzt Euch hin und seht ihnen zu wie sie schreiben. Helft ihnen, die Zahlen und Buchstaben zu verstehen.

Bevor Ihr das nächste Mal auf die Straße geht, nehmt Eure Kinder und Enkelkinder und geht mit ihnen in die Kirche. Lasst all diese Ruhe und Schönheit auf sie wirken. Erzählt ihnen vom christlichen Glauben. Von Nächstenliebe und Hoffnung. Diesen Grundgedanken des christlichen Glaubens. Lasst sie all die christlichen Bilder, Skulpturen und Lieder in sich aufnehmen. Lasst ihnen Zeit zu begreifen. Und gebt ihnen die Chance immer wieder zu kommen. Wann immer ihnen danach ist.

Liebe Pegida, ihr wollt nicht, dass die anderen Euren Kindern und Enkelkindern irgendwann die guten Jobs weg nehmen? Dann sorgt dafür, dass sie lernen, das sie bereit sind, Bildung in sich aufzusaugen. Dass sie lesen, erkennen, fühlen, begreifen. Sorgt dafür, dass sie sich gut fühlen, dass sie Aufmerksamkeit und Liebe bekommen. Sorgt dafür, dass sie dieses Land verstehen mit seiner Kunst, seiner Geschichte, seiner Literatur. Sorgt dafür, dass sie die Gedanken des christlichens Glaubens weiter in sich tragen. Das sie sich einsetzen für ihre Werte. Sorgt dafür, dass sie Fragen stellen und ihre eigenen Meinungen bilden. Sorgt dafür, dass sie in die Schule gehen. Unterstützt sie bei ihrem Werden, ihrem Lernen, ihrem Verständnis von Kultur.

Und wenn ihr das alles umgesetzt habt, dann werden Eure Kinder und Enkelkinder eines Tages so weit sein, dass Sie Euch erklären können, dass ihr die ganze Zeit auf dem falschen Weg wart. Gebt Ihnen diese Chance.

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62 thoughts

  1. Richtig! Die, die dort stehen, sind doch dieselben, die gar nicht mehr wissen was Ostern ist. Und dann „christliche Werte“ vorhalten, da kommt mir doch das kalte Kotzen. Ich bin Atheistin und finde eh, dass Kirche und Staat getrennt gehören und ein allgemeingültiges Verständnis von Recht und Moral über jeder Religion stehen muss – aber wer hier christliche Werte verteidigen will, soll es gerne tun. Und das passiert sicher nicht im rasenden Mob auf der Straße.

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    1. Dann kotz dich ruhig aus aber wegen dem Blödsinn was du von dir gegeben hast!
      Das sind fahrlässige Unterstellungen und als Atheist solltest du dein vorlautes Mundwerk gefälligst halten!

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  2. Ich wünschte, du könntest dir mit deinen eigenen Augen – an den Grenzen des Landes – ein Bild von der Situation und den wirklichen Menschen die da kommen machen. Ich für meinen Teil habe gesehen – das nur sehr wenige Familien darunter sind. Ich habe selber das Gefühl helfen zu müssen. Ich habe aber das Gefühl – wenn „Flüchtlinge“ durch mindestens 3 Länder fliehen – in denen ich sofort Urlaub machen würde – diese Personen sich nicht in einer Notlage befinden. Deine Gedanken hier sind sehr toll und erfrischend. Vertraue nicht auf Medien … Pegida wird den Konflikt nicht lösen können.

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  3. Vielen Dank für diese Stimme.

    In diesem Zusammenhang möchte ich ansprechen, dass die Ursache für die zuströmenden Flüchtlinge oft unerwähnt bleibt. Passend zu dieser Thematik habe ich heute in der Schule die bewegende Rede von Navid Kermani angeschaut. Er schildert diese Problematik, gibt viele Informationen und fordert uns direkt dazu auf, zu handeln und nach einer Problemlösung des bereits bestehenden Krieges durch Dialog anzustreben. Navid Kermani hat dieses Jahr den Friedenspreis des deutschen Buchhandels gewonnen.
    Insgesamt spricht er so vieles aus, was ungesagt oder unbedacht bleibt. Ich kann nur jedem empfehlen seine Friedenspreisrede anzuhören.

    LG Carina

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  4. Liebe Miriam,

    auch wenn du es dir kaum vorstellen mag’s oder kannst, aber was du uns PegidanerInnen da für unsere Kinder und Enkel empfiehlst, das machen wir schon längst.
    Denn das ist das Normalste auf der Welt, das man seinen (Enkel-)Kindern die Natur, die Geschichte, die heimischen Bräuche und die Kultur auf vielfältige Weise beibringt und auch vorlebt und ihre Entwicklung und Bildung fördert. Einzig die Einführung in die Kirche und ihre Märchen halten wir etwas knapper und realitätsbezogener. Mich wundert, das dir als Mutter das als so etwas Neues erscheint.

    Aber ändert das irgendetwas an den Forderungen und Punkten von Pegida? Nein, denn selbst wenn unsere Kinder unser Deutschsein kennen und leben, so wird in einer Kindergartengruppe, einer Schulklasse, einem Wohnviertel oder in einer Büroabteilung dies nicht die Regel sein, wenn dort zunehmend fremde, muslimische Menschen hinzukommen, die all das eben nicht kennen, leben und auch nicht kennen lernen wollen, weil sie ihre Religion und Kultur bereits haben und diese als die Wahre ansehen. Wer schon in den Problemvierteln der Großstädte gelebt hat, du vielleicht nicht, der hat all das auch schon genauso erfahren. Ich habe als Student billig in Berlin-Neuköln gewohnt oder im Wedding, als Deutscher in einer Parallelgeselschaft, wo die Nachbarn Deutsch verstehen, die Frauen nicht grüßen und man sich als Deutschen nur noch fremd und allein fühlt. Wenn diese Entwicklungen nun auf ganz Deutschland übergreifen, demografisch bedingt und durch die hohen Flüchtlingszahlen, dann ist Schluss mit dem Deutschsein und -leben, dann sind diese Zustände die Regel und nicht mehr nur die Ausnahme. Vielleicht fühlst du dich darin wohl oder deine Kinder, ich mich jedenfalls nicht.

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    1. Und das rechtfertigt ungebremste Hetze, Angriffe auf Presse und andersdenkende, Anzünden von Unterkünften, Terror einer Stadt, die den rechten Mob hier nicht haben will? Pegida, Legida und wie sie alle heißen, sind die Brandstifter und mit verantwortlich dafür, das hier fast täglich Unterkünfte brennen, Menschen angegriffen werden. mit berechtigter Kritik hat das alles schon lange nichts mehr tun. Und Diskutieren wollen die ja eh nicht. Nein, Pegida ist nicht das Volk, ich jedenfalls wehre mich vehement dagegen, von ihnen vertreten zu werden.

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    2. Lieber Rene, wenn man die Interviews der Pegida Aktivisten liest und hört, dann scheint es aber leider tatsächlich so, als sei bei einigen die Bildung nicht so erfolgt, wie du sie schilderst. Vielleicht ist das der Selektivität der Medien zuzuschreiben, aber ich glaube keine Organisation schafft es, im Internet und der Öffentlichkeit so viel gesammelte Rechtschreibfehler und hanebüchene Argumente zu vereinen wie die Pegida. Auch wenn das vielleicht die Kunst der Presse ist – als eine besonders gebildete Organisation geht sie zumindest nicht in die Medien ein.
      Was Deine anderen Argumente betrifft stimmt es natürlich – ich kann nur von dem Standpunkt aus schreiben an dem ich mich befinde. Und zwar nicht im sozialen Brennpunkt einer Großstadt. Aber ich habe 2013 eine große Studie zu Moscheen und Gebetshäusern in Hamburg über Monate begleitet, ich habe 47 Moscheen besucht, mit hunderten Aktiven gesprochen. Ich bin in arabische Länder gereist. Ich habe viele Freunde die Flüchtlingsfamilien aufgenommen haben. Und ich habe während meines Geschichtsstudiums mit der Geschichte des Nahen Ostens beschäftigt. Ich habe täglich Kontakt zu Flüchtlingen – in Hamburg ist das erstaunlich gut organisiert – und ich habe sehr viele extrem engagierte Menschen kennengelernt, die in wenigen Monaten unsere Sprache lernen, die offen sind für jegliche Bildungsangebote, die unglaublich viel Motivation mitbringen sich zu integrieren, die qualifiziert sind und für mich tatsächlich viel mehr Engagement und Dankbarkeit gegenüber dieses Landes zeigen, als die Menschen, die ich Montags Abends über die Straßen ziehen sehe und sich nur beklagen. Die voller Ideen sind. Ich kann nur sagen: Ja, im Moment fühle ich mich in dieser Vielfalt wohl.

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      1. Es ist eben ein Moment, in dem sie sich wohl fühlen, aber der Moment bleibt eben nur, wenn sich auch zukünftig nichts großartig ändert.
        Aber das tut es demografisch und durch massenhafte Einwanderung. Jetzt mit etwas Verstand in die Zukunft vorauszudenken ist nicht schwierig und zeigt die Entstehung von vielen Problemen zwangsläufig auf. Es ist wie mit dem halbvollen Glas, die einen sehen nur die Probleme die kommen, die anderen nur die auch positiven Dinge. Aber man muss beides betrachten und dann abwägen, ob es das Wert ist. Sarrazin hat das in seinem Buch sehr differenziert gemacht und vielen Migrantengruppen ein positives bereicherndes Zeugnis ausgestellt. Es sind ja auch diese Migranten, die wir als positiv zu unseren Freunden, Kollegen und Mitschülern -studenten zählen. Deshalb ist es auch falsch und schlicht dumm PegidanerInnen pauschal Fremdenfeindlichkeit zu unterstellen, da viele diese positiven Migranten kennen. Übrigens sind die es, die noch viel kritischer mit kriminellen, faulen, intolleranten Migranten ins Gericht gehen, weil sie sagen, dass es so nicht sein muss, wie ihr eigener Lebenslauf ja beweist.

        Übrigens hat die Uni Dresden festgestellt, das bei Pegida leicht überdurchschnittlich verdienende arbeitende Menschen demonstrieren, die können also nicht so dumm sein. Bei den Gegendemos dagegen war der Sozialbezug stark vertreten, also Arbeitslose, Harzer, Rentner, Azubis, Schüler, die selber keine Steuern zahlen und so an die Gesellschaft etwas abgeben. Deren pauschale undifferenzierte Kritik an Pegida spricht meines Erachtens nicht für hohe Bildung. Aber ganz egal ob Menschen nun Akademiker oder Arbeiter sind, in einer Demokratie haben alle das gleiche Recht zur Wahl und Meinungsäußerung, das müssen wir aushalten. Wenn nicht, sollten wir gerade bei der Einwanderung wie Sarrazin es anmerkte auf hohe Intelligenz und Bildungsabschlüsse achten, damit das „dumme Prekariat“ nicht noch weiter wächst.

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      2. Dem pflichte ich gerne bei, genauso deinem sehr berührenden Post. Ich arbeite seit ca. 40 Jahren mit Menschen aus aller Welt zusammen, die den verschiedensten Kulturkreisen entstammen, und voll der religiösen Vielfalt sind, und habe dies stets als eine große Bereicherung empfunden. Vor der viel zitierten „Überfremdung“ Deutschlands habe ich nicht die geringste Angst, vor einer „drohenden Islamisierung“ ebenfalls nicht. Denn selbst wenn all die muslimischen Flüchtlinge, die es derzeit weltweit (!!!) gibt, zu uns kommen würden, würde der Anteil der Muslime nicht höher liegen als ca. 5 %… Die von Pegidioten viel zitierten „deutschen Werte“ und das sogenannte „Deutschtum“ gäbe es nicht ohne das Zutun, die wertvollen Erkenntnisse von Menschen anderer Nationen, auch jener aus dem Morgenland – von unseren Zahlen und der Schrift angefangen bis zu unserem christlichen Glauben – Jesus war ein Jude, und lebte im Orient, zumindest dies müsste den sogenannten überdurchschnittlich gebildeten Pegidioten, die Montag für Montag den dumpfbraun eingefärbten Neonazi-Rattenfängern hinterher marschieren, bekannt sein.

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      3. Es verdichten sich übrigens die Hinweise aus durchaus seriösen Quellen, dass der Kölner Pegida-Ableger Hogesa heute Nachmittag vor seiner Kundgebung erhebliche Probleme hatte, vierzig nüchterne und nicht vorbestrafte Ordner/innen zu stellen. So viel zur angeblich gehobenen Bildung der Pegidioten…

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      4. „Rentner, Azubis, Schüler, die selber keine Steuern zahlen“
        Ne, ist klar. Rentner sind per se ungebildet, weil sie keine Steuern zahlen. Und die faulen Schüler und Azubis sollen erst mal schuften, bevor sie eine eigene Meinung haben? Ist das das abendländische Weltbild, das Pegida diesen Land hinterlassen will?

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    3. Deutsche Werte Verteidigen aber der Deutschen Sprache nicht mächtig, danke für diesen Konstruktiven Beitrag Rene. Ein wenig mehr Interesse am Deutschunterricht hätte deiner Bildung wohl auch etwas weiter geholfen.

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    4. Aufgewachsen bin ich im angeblich ach so fürchterlichen Ruhrgebiet. Jetzt lebe ich in Berlin-Neukölln, habe 2 Kinder (eins in der Kita, eins in der Schule, beide staatlich). Wenn man so will habe ich mein ganzes Leben in Umgebungen und Zuständen gelebt, vor denen uns Pegida schon immer gewarnt hat. Ich kann nur absolut nichts von diesen düsteren Visionen nachvollziehen.
      Stattdessen lebe ich ein zufriedenes Leben, begegne blöden Menschen und lerne nette kennen und zerbreche mir über alles mögliche den Kopf, nur nicht darüber, wo jemand herkommt und dass Fremde wahrscheinlich üble Gedanken haben.
      Genieße doch einfach mal Dein Leben, sei freundlich und hilfsbereit zu Deinen Mitmenschen. Und wenn Dir das nicht reicht, engagiere dich doch konstruktiv, z. B. als Lesepate in einer Schule, bring alte Kleidung zum Kältebus oder gehe in den Naturschutz. Oder gehe in die Politik, das ist übrigens ziemlich mühsam und wird nicht sonderlich fürstlich bezahlt, aber ist eine ehrenvolle Sache…

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      1. Ich möchte dazu nur zwei Dinge kurz loswerden:
        Wer bei Pegida mitläuft, akzeptiert und toleriert die Statements (besser: Parolen) der Vorsitzenden, der Gesichtgeber.
        Und d a s ist nicht tolerierbar.
        Diese Aussagen kann man nicht unterstützen.

        Darüber hinaus: es gibt immer Menschen, die negativ auffallen.
        Aber unabhängig von Religion und Herkunft.
        Ebenso gibt es genug Deutsche.
        So wie einige Angst vor Flüchtlingen haben, so habe ich Angst wenn Nazis meinen Weg kreuzen.
        Bedeutet: eine Kategorisierung der Menschen ist per se nicht möglich.

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    5. Lieber Rene,

      und dass Du Dich „unwohl“ fühlst rechtfertigt dass wir Menschen, die vor Kriegen, Ausbeutung und Dingen die wir uns nicht einmal in unseren kühnsten Albträumen vorstellen können verweigern, bei uns Sicherheit zu finden? Das sind zuallererst Menschen, wie jeder von uns, genauso wertvoll, mit dem gleichen Recht auf ein glückliches Leben. Sollen die irgendwo zwischen Syrien und der deutsch-österreichischen Grenze sterben, irgendwo im Wald liegenbleiben? Damit wir uns „wohlfühlen“? Ich habe selbst als Studentin billig in Berlin gewohnt, in Kreuzberg, und auch viele meiner Nachbarn nicht verstanden. Da gab es Momente in denen ich mich fremd gefühlt habe, aber auch wunderschöne Momente, in denen man sich ohne Worte, nur mit einem Lächeln, versteht. Und ich habe das „Bunte“ geliebt und liebe es heute noch! Angst habe ich, wenn ich heute durch Berlin gehe, vor rechten Schlägern…

      Ich unterrichte an einer Schule mit etwa einem Viertel muslimischer Schüler – und das Zusammenleben im Schulalltag klappt wunderbar. Sogar als ich achtlos eine Schulaufgabe genau auf das Opferfest gelegt habe hat sich keiner beklagt, alle waren da (eigentlich dürften sie sich für diesen Tag befreien lassen). Ich bin mir durchaus bewusst dass wir da vielleicht Glück haben – aber pauschal zu sagen „die Moslems“ wollen nichts mit unserer Kultur, unseren Werten zu tun haben, ist ungerecht.

      Ich bin (anderer Gedanke) überzeugt dass sich ein Großteil der Flüchtlinge sehr wohl integrieren will – wir müssen sie nur lassen! Wie soll sich ein Syrer, der in einem Container am Rand einer Stadt sitzt, keinen Kontakt zu Deutschen hat, kein Wort Deutsch spricht weil die offiziellen Deutschkurse hoffnungslos ausgebucht sind und es ihm sonst keiner beibringt, integrieren? Klar entsteht da eine Parallelgesellschaft im Container! An UNS liegt es! Holen wir sie zu uns in unseren Alltag, bringen wir ihnen Deutsch bei, erklären wir ihnen unsere Kultur, leben wir ihnen unsere Werte vor! Das kann der Staat nicht leisten, das muss von uns, von jedem einzelnen Bürger kommen. Ein Mensch der sich bei uns angenommen und willkommen geheißen fühlt wird sich nicht in eine Parallelgesellschaft flüchten. Sondern nur einer der das Gefühl hat in einer völlig falschen Welt gelandet zu sein…
      Also: Packen wir es an, statt zu lamentieren, es liegt an UNS was wir aus dieser Situation machen!

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  5. Aufwachen bitte !!
    Zu jedem Geb mit deinem Kind oder Enkel gibt es eine reelle Seite und leider hab in und meine Frau die meisten schon mit gemacht !!
    Wenn es so einfach wäre könnte von mir aus die ganze Welt nach Deutschland kommen !!

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  6. Das ist sehr, sehr gut formuliert. Hut ab vor dir. Ich würde dieses, außer Pegida auch allen anderen Großeltern, Eltern, Tanten und Onkels empfehlen. Bin selber Vater von 2 Kindern und habe die große Ehre all diese Sachen mit meinen Kindern machen zu dürfen. Dafür werde ich jeden Tag von den Beiden zurückbeschenkt. Durch ihre Fragen, Antworten und Bemerkungen werde ich ebenso animiert mich und die Welt zu reflektieren, als auch mich laufend über “ Gott und die Welt auf dem Laufenden zu halten. Nicht immer sehr angenehm, aber es wird sich lohnen, da bin ich mir jetzt schon sicher. Freue mich sehr, wenn ich mitbekomme, dass Andere es ähnlich sehen.

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  7. Ganz ehrlich, wenn das alles so einfach wäre. Das Problem ist und bleibt der Intregrationwille, da kann man den Kindern noch soviel von der Welt zeigen, wenn die anderen nicht Mitziehen wird das nichts mit friedlichem zusammen Leben. Vorallem um so mehr Moslems zusammen auf einem Fleck sind umso mehr kommt ihr Ehrenverhalten zutage.Christen sind in ihren Augen Ungläubige und werden es auch immer bleiben. Und Du als Frau, bekommst das ganz besonders zu Spüren. Wir werden uns noch mehr unterwerfen müssen ( Kruzifixe aus Schulen, Weihnachtsfest und alles was damit zusammen hängt wir Umbenannt usw. Warum das alles, es Leben doch schon Jahrzehnte Moslems hier und hat bis jetzt keinem gestört, sie feiern ihren Ramadan und mir machts auch nix. Ich glaube es tut keinem Moslem weh weh der Weihnachtsmann, Weihnachtsmann heisst und nicht wie er jetzt benannt wird Zippfelmänchen, erklär das mal einem Kind das es bis jetzt so kannte.

    Schönen Abend noch

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    1. Wusste garnicht das die Frau im christlichen Glauben gleichberechtigt ist… Und dieses Weihnachtsgeplappere ist doch völliger Quatsch – die interessieren sich genauso wenig dafür, wie wir Weihnachten feiern, wie wir uns für den Ramadan interessieren. (Davon abgesehen, dass die Mehrheit hier nicht den christlichen Glauben feiert – wer was anderes sagt luegt 😉 – da geht es doch immer mehr um das familäre Drumherum). Kruzifixe haben in Schulen nix verloren – Kirche und Bildung sollten nichts miteinander zutun haben ausser dem Religionsunterricht / Ethik. Sein Kind nach religiösen Werten zu erziehen ist völlig in Ordnung, aber interessanter Weise findet man viele dieser (christlichen) Werte auch in sämtlichen anderen (grossen) Religionen – Überraschung!

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    2. Es gibt auch in Deutschland Leute, die zwar die abendländische Kultur schätzen, aber nichts mit dem Christentum anfangen können. Die, und nicht etwa Asylbewerber, sind dafür verantwortlich, dass Kreuze aus Schulen verschwinden. Und warum müssen die dort eigentlich sein? Das sind doch staatliche Einrichtungen. Religionsfreiheit heißt auch, andere nicht mit der eigenen Religion zu behelligen.

      Die Behauptung, dass Weihnachtsmänner angeblich wegen Kriegsflüchtlingen umbenannt werden zeugt von einer totalen Entkoppelung von der Realität.

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  8. Die Idee ist gut, aber der Text ist so geschrieben, dass er Pegida-Leute nicht anspricht, sondern von denen gleich zu Beginn als Hetze beiseite gelegt wird.

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  9. Diese Beiträge hier sind schon sehr toll.
    Diese tollen Tipps für die Pegida Anhänger!?
    Diese Pegida- Demonstranten sind nicht alles rechtsradikale und ungebildete Harz 4 Empfänger.
    Das sind Menschen, welche sich Gedanken machen, Menschen, die sich nicht mit ihrer monatlichen Gehaltszahlung zufrieden geben und solange den Mund halten bis man ihnen erst etwas abzieht von ihrem Gehalt für die Unterbringung der Wirtschaftsflüchtlinge.Menschen die sicherlich kriegsflüchtlinge unterstützen wollen aber nicht auf die Art wie es viele unserer Politiker ( gewählte Volksvertreter) umsetzen. Das sind keine Menschen die aus der hilfsschule kommen! Auch wenn manche in Rhetorik und Inhalt ihrer Reden fehler machen so ist mir das lieber als die gut formulierte „fehlerfreie“Lüge mancher Politiker.Nur gebildete Menschen überschauen was hier in Deutschland passiert und manche haben auch den Arsch in der Hose zu sagen dass etwas schief läuft!
    Diese Menschen gehen auch mit ihren Kindern und Enkeln durch die Welt und machen sie sensibel für all die wichtigen Dinge im Leben. Leider proklamieren die Medien dass wir eine Demokratie hier in Deutschland haben. Alle gebildeten Leute in Deutschland wissen dass wir weit davon entfernt sind,wie stark beeinflusst die Medien hier die Realität verzehren.

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    1. Lieber Jens,

      „Leider proklamieren die Medien dass wir eine Demokratie hier in Deutschland haben“

      Hätten wir keine Demokratie in Deutschland, würden Pegida und Co nicht agieren können. Vermittels demokratischer Strukturen (in dem Falle Meinungsfreiheit und Demonstrationsrecht) zu behaupten, wir leben nicht in einer Demokratie ist schon einigermaßen absurd.

      „Alle gebildeten Leute in Deutschland wissen dass wir weit davon entfernt sind,wie stark beeinflusst die Medien hier die Realität verzehren.“

      Dann sollte Pegida ja aufhören, der Presse vorzuwerfen, sie lüge. Denn Ihren Worten zu folge wissen ja die gebildeten Leute, daß wir weit davon entfernt sind, daß die Medien stark beeinflusst sind und daß sie die Realität verzerren. Aber daß die Medien die Wirklichkeit auffressen, ist irgendwie ein schönes Bild.

      „Auch wenn manche in Rhetorik und Inhalt ihrer Reden fehler machen so ist mir das lieber als die gut formulierte “fehlerfreie”Lüge mancher Politiker“

      Ihnen ist also eine schlecht und plump formulierte Lüge lieber?

      „Das sind Menschen, welche sich Gedanken machen, Menschen, die sich nicht mit ihrer monatlichen Gehaltszahlung zufrieden geben und solange den Mund halten bis man ihnen erst etwas abzieht von ihrem Gehalt für die Unterbringung der Wirtschaftsflüchtlinge“

      Es wird niemandem irgendwas vom Gehalt abgezogen, nur weil nicht genug Geld für Wirtschaftsflüchtlinge vorhanden ist. Wer so etwas behauptet, lügt.

      „Diese Pegida- Demonstranten sind nicht alles rechtsradikale und ungebildete Harz 4 Empfänger“

      Es wurde nie behauptet, daß Hartz IV Empfänger per se ungebildet sind. Es wurde nie behauptet, daß Pegida-Demonstranten rechtsradikal sind. Aber daß sich die Rechtsradikalen mit der Pegidabewegung gemein machen, läßt sich nicht von der Hand weisen.

      „Menschen die sicherlich kriegsflüchtlinge unterstützen wollen aber nicht auf die Art wie es viele unserer Politiker ( gewählte Volksvertreter) umsetzen. Das sind keine Menschen die aus der hilfsschule kommen!“

      Vielen Dank für die Erläuterung, daß Politiker gewählte Volksvertreter sind, die nicht aus der Hilfsschule kommen. Oder meinen Sie mit den Menschen, die nicht aus der Hilfsschule kommen, die Flüchtlinge?

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  10. Liebe Miriam,

    wirklich schön und besinnlich geschrieben.

    Die Zuversicht die hier versprüht wird, würden wir Angesprochenen gerne mit Dir teilen (Ich maße mir einfach ein WIR an). Die täglichen „Highlights“ der Politik in unserem Land und in der Welt setzen jedoch Trends, die Deine Blauäugigkeit tendenziell eher verbieten. Vielleicht musst Du Dir am Ende die vorwurfsvollen Frage stellen lassen: Warum hast Du nichts dagegen unternommen?

    Oder Deine Kinder fordern Dich auf:
    Mama, erzähl mal von früher, damals als alles schöner und friedlicher als jetzt war. Erzähle ihnen dann von den Tagen als es keine tägliche Pressemeldung von Vergewaltigungen gab. Erzähle, dass Du nicht als deutsches Kind schief angeschaut oder gar gemobbt wurdest. Erzähle ihnen, dass Du damals noch keine Opfer von Einbrüchen, Messerstechereien und Raub kanntest. Erzähle ihnen von der Zeit ohne Angst auf der Straße spielen zu können, weil Bürgerwehr, Bandenrivalität und Glaubensstrittigkeiten kein Thema waren. Erzähle davon, dass Du Dir damals viel mehr Wünsche erfüllen konntest, weil dein Geld noch einen gewissen Wert hatte und Euch von „der Steuer“ nicht soviel weggenommen wurde. Erzähle ihnen davon, dass es nicht soviel Kaputtes gab und es fast überall ordentlich aussah. Erzähle ihnen, dass Du damals Vertrauen kanntest und keine wirklichen Ängste. Erzähle ihnen von der Sicherheit, die selbstverständlich war. Falls Ihr Euch dann noch zu einem Spaziergang in Hamburg aufmachen solltet, dann sprich leise, wenn Du auf die Türme in der Stadt zeigst und von früher erzählst.

    BUMM! Ihr geht in Deckung. Schon wieder eine Explosion…

    Zuhause erzählst Du, dass das erst alles so geworden ist nachdem viele Millionen Menschen zu uns kamen, die nicht wie wir sein wollten. Einige derer haben diese „Dinge mitbracht.“, wirst Du sagen.

    Du fühlst Dich schuldig, Deinen Kindern nicht dieses „Damals“-Leben ermöglicht zu haben. Widerspruch hattest Du nur für die Widersprecher…

    ICH HOFFE, DASS DU RECHT BEHÄLTST.

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    1. Ich habe keine Ahnung, wieso die Pegida, Afd-ler und wie sie noch alle heißen mögen, glauben, der Moslem (oder der Flüchtling) als solcher wäre ein Messerstecher, Vergewaltiger, Einbrecher oder Räuber? Das würde ich wirklich sehr gerne einmal wissen, Dirk. Meinst Du nicht, daß jeder Mensch, egal welche Grenzen ihn gebürtig umgeben, darauf bedacht ist, ein Leben in Frieden zu leben? Wie kommst Du / kommt ihr auf solche Gedanken?
      Ansonsten finde ich den obigen Text wunderbar! Danke dafür.

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  11. vielen Dank für diesen letzten Kommentar. Ich maße mir nicht an, für alle zu sprechen, aber die mitlaufenden AfD-Mitglieder sind genau die Bürger, die genau das mit ihren Kindern/Enkeln tun oder getan haben, was im Text beschrieben ist. Und die genau diese Ängst um die Zukunft ihrer Kinder/Enkel haben, die der Kommentator Dirk perfekt beschrieben hat.

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  12. Es tut mir leid, ich sehe in deinem Beitrag letztlich nicht mehr als eine intelligent verpackte Pauschalverurteilung. Selbst wenn Teile der Montagsdemonstranten ein schlichtes Weltbild haben – zum Schutz unserer Kinder gehört neben den Waldspaziergängen und Theaterbesuchen auch die Einsicht in die Begrenztheit menschlichen Handelns. Wir leben nicht in einer Utopie sondern in einer Welt permanenter Überlebens- und Verdrängungskämpfe. Ich kenne kaum ein zivilisiertes Land in der Welt, das unsere gegenwärtige Einwanderungspolitik nicht für einen fatalen Fehler hält. Haben die alle zuwenig mit den Kindern gebastelt?

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    1. Teile der Montagsdemonstranten haben ein schlichtes Weltbild? Ein ähnlicher Euphemismus wie besorgter Bürger.
      Es ist absolut richtig, daß wir nicht „in“ einer Utopie „leben“, jedoch auch nicht „in“ einer Dystopie.
      Überdies geht es nicht darum, den obigen Text wortwörtlich umzusetzen. Er dient als Metapher, als Gleichnis dafür darüber nachzudenken, was unsere Kultur ausmacht und daß sich viele derer, die montags auf die Straße gehen, eben nicht mit ihr auseinander setzen. Natürlich haben die Menschen nicht zu wenig mit ihren Kindern gebastelt, die unsere Einwanderungspolitik für einen fatalen Fehler halten. Nein, ich bin nicht ironieresistent, aber offensichtlich ist ja Ironie oder ätzender Zynismus Ihr stärkstes Argument.
      Da Sie aber alles so wörtlich nehmen müssen: Was versuchen Sie denn mit „Begrenztheit menschlichen Handelns“ zu sagen? Unser Handeln sei begrenzt? Ja… und wie? Unsere Kinder werden geschützt, weil wir einsehen müssen, daß unserem Handeln Grenzen auferlegt sind? Ich verstehe den Satz wirklich nicht.

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  13. Dirk, das ist wirklich schwer zu ertragen. Hier wird eine Bild von Menschen erzeugt, die sich nicht das geringste zu schulden haben kommen lassen. Woher kommt denn dieses Bild von Flüchtlingen? Ich lebe in einem Kiez mit sehr hohem Anteil von Moslems (und auch anderen “Fremden”) und kann absolut nichts davon in der Realität wiederfinden. Ich habe auch zwei Kinder, die Freundinnen und Freunde aus verschiedenen Kulturen haben. Ich würde natürlich auf die Barrikaden gehen, wenn sie gemobbt würden, aber sie werden noch nicht mal schief angeschaut.
    Überhaupt: Ich bin 48 Jahre alt und habe mein ganzes Leben in Städten mit hohen Ausländeranteilen gelebt.
    Wo lebst Du? Was hast Du selbst erlebt? Basieren Deine Befürchtungen ernsthaft auf eigenen Erfahrungen oder kennst Du diese Horrormärchen nur vom Hörensagen.

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  14. Ein sehr schöner Artikel! Allerdings sind hier zwei unglückliche Botschaften drin, die ich ansprechen möchte.

    Zum einen wird gesagt, dass Bildung unseren Nachfahren helfen kann, sich gegen eine Bedrohung seitens der Einwanderer zu wappnen. Einwanderer, die im Zweifelsfall den einheimischen Deutschen die Arbeitsplätze wegnehmen. Dies kommt im vorletzten Absatz durch. Damit begibt man sich erst einmal auf recht dünnes Eis und ist auch nicht so weit von Pegida entfernt. Der entscheidende Punkt sollte doch sein, dass Bildung allen ermöglichen sollte, sich bestmöglich zu entfalten. Es kann keine Lösung sein, den „Anderen“ als Bedrohung wahrzunehmen, der ich entgehen kann indem ich mich durch Bildung auf eine höhere Stufe stelle. Ein fundamentales Umdenken ist hier von Nöten. Ob nun der Nächste oder der Fernste, ein Fremder sollte nicht a priori als Bedrohung wahrgenommen werden.

    Zum anderen wird gesagt, dass der christliche Glaube aufleben muss, damit eine menschliche Ethik (Nächstenliebe, etc.) umgesetzt werden kann. Dem kann man doch nur widersprechen! Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, allgemeine Menschenrechte, Demokratie mussten gegen den erbitterten Widerstand der christlichen Kirchen erkämpft werden. Was ist eigentlich christliche Ethik? Aus der Bibel kann man alles herauslesen – Nächstenliebe aus der Bergpredigt, Unerbitterliche Rache und Gewalt an Andersdenkenden aus der Offenbarung des Johannes. Ähnliches kann aus anderen Religionsschriften wie dem Koran natürlich auch herausgelesen werden.

    Den Konsens, den wir in der Gesellschaft brauchen ist eine religionsunabhängige Ethik. Wir bei brauchen nicht nur Nächstenliebe, sondern auch Fernstenliebe. Wir müssen davon wegkommen, uns primär als Deutsche, Christen, Europäer u.s.w. zu sehen, sondern als Menschen. Kategorien wie Nationalität oder Religion spalten die Menschen in Gruppen auf und dies wird immer wieder zu zu Konflikten führen. Gruppen werden immer dazu neigen, sich gegen andere Gruppe abzugrenzen oder gar mit Gewalt zu wehren. Wenn wir unseren Kindern und Enkelkindern etwas mit auf den Weg geben können und sollten, dann doch dass Menschen anderer Herkunft auch Träume, Wünsche, Rechte, Pflichten u.s.w. haben wie man selbst. Kein Mensch ist besser als der andere. Es gilt dafür zu kämpfen, dass die Menschen das einsehen. Gebt Euren Kindern und Kindeskindern alles Nötige mit, damit sie den ersten Schritt in diese Richtung gehen.

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    1. Lieber Thomas,
      vielen Dank für Deinen konstruktiven Beitrag. Du hast mit beiden Punkten absolut Recht – es war auch gar nicht meine Intention es so klingen zu lassen. Mir ging es gar nicht vorweg um die Bildung, die uns davor „schützen“ soll, dass jemand uns später die Jobs wegnimmt, sondern um die Bildung, die uns lehrt was Freiheit bedeutet, was Demokratie bedeutet. Es geht mir darum, dass wir unseren Verstand schulen und den unserer Kinder. Dass sie Gerechtigkeit lernen und Empathie und Freude an der Kunst, an Kultur und Vielfalt. Dass sie weltoffen werden und bleiben und frei von Vorurteilen.
      Und den Part mit der Kirche hatte ich anfangs gar nicht drin und habe ihn später noch mit aufgenommen. Ich habe versucht gerade in dem Teil darauf zu achten, dass er sich nicht wörtlich auf die christliche Religion bezieht, sondern um die Schönheit der dort enthaltenden Kunst, und die Gemeinschaft, die dort entsteht. Das Zusammengehörigkeitsgefühl in Bezug auf Nächstenliebe. Das wir uns um die Älteren kümmern, und – insofern wir gläubig sind – einen Zufluchtsort finden, der uns Werte wie Nächstenliebe, Verzeihen und das Füreinander da sein nahebringt. Ich selber bin nicht gläubig und nutze tatsächlich die Kirchen dieser Welt nur, um meinen Kindern die Architektur und die Kunst zu zeigen. Aber der Text sollte alle mit einbeziehen und am Ende jeder nur das für sich herausnehmen, was ihn angesprochen hat. Das, wo man selber sagt, ja, das ist mir in dieser Gesellschaft wichtig.
      Der letzte Absatz von Dir bringt wunderbar auf den Punkt worum es geht. Es wäre schön, wenn dieser von allen gelesen würde.
      Vielen Dank dafür!
      Liebe Grüße,
      Miriam

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  15. Aus welchem Lager wurdest Du eigentlich entlassen??? Wenn wir so weiter machen zerstören wir uns selbst!!! aber lauft ruhig der deutschen Politik hinterher bis zum Abgrund. Unsere Politiker werden dann nicht in den Abgrund springen aber das deutsche Volk wird es müssen!

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    1. dunkles deutschland – hirnfrei lebende und verständnismässig begrenzte wutbürger:
      https://campogeno.wordpress.com/2015/11/01/dunkles-deutschland-hirnfrei-lebende-und-verstaendnismaessig-begrenzte-wutbuerger/

      kann man diese bildungsferne masse überhaupt noch integrieren?
      schaffen wir das? wollen die das? will dieses minderbegabte pack überhaupt in eine demokratische gesellschaft integriert werden? müssen wir diese rückständigen und irgendwie aus der zeit gefallenen unfriedenstifter in unserem land ertragen? was machen wir mit den kriminellen unter ihnen?
      https://campogeno.wordpress.com/2015/10/13/kann-man-dieses-bildungsferne-pack-ueberhaupt-integrieren/

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  16. Vielen Dank für diesen Beitrag – ich habe schon in der Uni gelernt, das konstruktive Kritik den Menschen in seinem Schaffen wirklich weiterbringen kann. Waren Sie an der Uni? Muss ja, bei ihrem Kommentar, der nur so strotzt vor schlüssigen Argumenten und die Interpretation des Textes nun wirklich klar widerlegt. Vielen Dank, ich werde meine Meinung zu dem Thema jetzt natürlich mit sofortiger Wirkung ändern, dank ihrer schlagenden Argumentation. Insofern mir das auf Grund meines fehlenden Hirns denn überhaupt möglich ist.

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