BLOG Award von Ahoi Kinder

Ute von ahoikinder.de hat mir einen BLOG Award verliehen und darüber habe ich mich sehr gefreut. Zumal ich ihren BLOG wirklich nicht nur liebe, sondern auch als unglaublich bereichernd empfinde. Kein Buch kann das so gut zusammenfassen, was sie an Kinder-Events in und um Hamburg zusammenfindet und tatsächlich immer selbst mit ihren Söhnen ausprobiert. Ich plane meine Wochen  mit den Kindern tatsächlich nur noch nach Empfehlungen aus ihrem BLOG.

Sie hat mir elf Fragen gestellt die ich beantwortet habe. IMG_5019

1. Wie startest Du morgens in den Tag?

Mit Emil und Ida – die stehen meistens direkt vor meinem Bett und sagen etwas so existentielles wie: Kannst du gucken, ob du meine Batman Unterhose findest? Oder Ida hat heute gar keine klebrigen Füße.dann kommt sie die Rutsche vom Hochbett nicht hoch.

Dann kommt Kaffee. Den ersten trinke ich im Bett. Der duftet immer noch ein bißchen besser als die nachfolgenden und hinterlässt des öfteren ganz kreative Flecken auf der weißen Bettwäsche. Emil und Ida leisten mir Gesellschaft. Da ich so gut wie nie morgens unter Zeitdruck stehe genieße ich diese sanfte Art wach zu werden. Die Kinder bringen Bücher mit die sie (meistens) alleine lesen, ich lese auch ein bißchen, die Katze legt sich schnurrend zu einem von uns.

Nach dem Frühstück merke ich dann doch jeden Tag, das ich doch unter Zeitdruck stehe….

 2. Wie bist Du auf die Idee gekommen, einen Blog zu schreiben?

Ich habe immer viel geschrieben. Kurzgeschichten, Kinderbücher für den Eigenbedarf und im Sommer letzten Jahres dann meinen ersten BLOG „Zurück zu den Wurzeln“. In „Zurück zu den Wurzeln“ ging es um einen Roadtrip, den Paul und ich mit den Kindern gemacht haben und die ganze Recherche dazu. Wir sind von Hamburg bis an die russische Grenze gefahren und haben versucht den Flucht-Spuren meiner Großmutter zu folgen, die 1944 von dort aufgebrochen war. Wir haben viele Erfahrungen gesammelt, sowohl über das Land als auch über die Geschichte und über das Reisen mit zwei Kleinkindern. Danach hatte ich das Gefühl weiterschreiben zu wollen. Aber ich habe lange gehadert, ob ich mein Privatleben öffentlich machen möchte. Und ich überlege bei jedem Beitrag: War das zu viel von uns?

 3. Was inspiriert Dich?

Natürlich sind es meine Kinder, die mich inspirieren. Mit allen Facetten. Sie inspirieren mich zum schreiben und zum nachdenken, zu reflektieren und zum Chaos. Sie öffnen mir nicht nur die Augen für sie, für das Muttersein, für grenzenlose Liebe, sondern auch für all die Dinge mit denen wir uns schon längst nicht mehr beschäftigen, wie Freiheit und die Frage warum wir uns an so viele Regeln halten. Vielleicht sollten wir vieles überdenken. Unsere Kinder tun das auch.

Paul inspiriert mich, weil er mir die Augen öffnet für Wisenschaft und Hingabe, auch für Leben und Tod und für Kunst. Denn Paul ist viel kunstinteressierter als ich es bin und grne wäre. Und er unterstützt mich immer in allem was ich tue. Er gibt mir das Gefühl, dass es richtig ist was ich mache.

Meine Freunde inspirieren mich. Sie sind so heterogen und voller Ideen. Sie sind mutig genug Projekte zu verwirklichen und immer wieder neues auszuprobieren. Sie wagen Dinge und sie bewegen etwas. Sie stehen nie still. Und sie haben die Kraft, das Potential und den Mut die Welt ein kleines bißchen besser zu machen.

Hamburg inspiriert mich. Weil sie einfach die schönste Stadt ist. Basta.

4. Welches Buch hast Du zuletzt gelesen? 

Der Trafikant, eine wunderbare Geschichte über einen Jungen der während der Arbeit in einem Zeitungskiosk (dem Trfaikanten) die Bekanntschaft mit der Liebe und mit Siegfried Freud macht.

Lieben von Karl Ove Knausgard, die autobiographische Aufzeichnung seines Schriftsteller Lebens mit seiner Frau und seinen drei Kindern hat mich bis an die Grenze des ertragbaren gebracht. Das Leben wird so ernüchternd dargeboten, manchmal so schön aber manchmal auch so quälend Öde, dass man die Belanglosigkeit spüren kann, mit der er über Seiten beschreibt, wieviele Löffel Brei die Tochter isst und wie oft man das Lätzchen wechselt….

5. Was interessiert Dich in anderen Blogs?

Ich habe leider gar nicht so viel Zeit mich wirklich intensiv durch Blogs zu lesen. Aber ich mag es, wenn Blogs viel Inhalt haben, der mich anregt. Ich bin leider niemand der näht, aber ich freue mich über gute Ideen was Reiseziele angeht, über alternative Lebensformen, Dinge, die ich mit meinen Kindern umsetzen kann. Und natürlich gute Fotos.

6. Was empfiehlst Du Leuten, die neu mit einem Blog starten?

Überlegt euch immer, immer wieder was ihr mit fremden Menschen aus eurem Leben teilt. Jeder hat da eine andere Grenze. Findet die und überschreitet sie nicht.

7. Was war Dein größter Erfolg als Blogger?

Das ich unerwartet in der „ELTERN“ mit meinem BLOG vorgeschlagne wurde und das mein Artikel „Warum du nichts musst“ an einem Tag bei Facebook über 400 mal geteilt wurde und am selben Tag auch 37 000 mal gelesen wurde. Für mich eine gar nicht greifbare Zahl.

 8. Du hast einen ganzen Tag frei. Was machst Du?

Frei ohne Kinder?

Ich würde nicht einen, sondern zwei Kaffee im Bett trinken und lange lesen. Ich würde versuchen längst fällige persönliche Emails zu schreiben und auf einen Flohmarkt gehen. Ohne ständig nach den Kindern gucken zu müssen. Mittags würde ich noch mal in der Hängematte schlafen oder lesen, je nachdem wie müde ich bin. Ich würde ins Haus der Fotografie gehen und mich danach mit Freunden im Café treffen. Und ganz lange reden – und zwar nicht über Kinder. Ich würde lange in einen Buchladen gehen. Und noch mehr lesen. Und am Abend ins Theater. Mit Paul. Und bei dem obligatorischen Sekt in der Pause würde ich ein bißchen betrunken sein und leise kichern und total verliebt an Pauls Schulter lehnen. 

Und zum Schluss ein kleines Spiel. Bitte beende die folgenden drei Sätze

9. Durch meinen Blog ist mein Leben anders geworden, weil ich….vielmehr reflektiere, was mein Leben eigentlich ausmacht. Und erst wenn ich Dinge schreibe erkenne, was an diesem Tag besonders gut oder schlecht war. Und manchmal betrachte ich mich von außen und denke mir: Mein Gott, die Miri in deinem BLOG, die hätte jetzt aber nicht so reagiert.

 10.. Wenn meine Kinder abends nicht schlafen gehen wollen, … werde ich tatsächlich manchmal aggressiv. Innerlich. Das ist meine einzige Zeit mit Paul und die ist mir wichtig. Weil ich auch noch eine Partnerin bin, eine Freundin und eine Geliebte. Weil ich es wichtig finde gute Gespräche zu führen, weil ich es wichtig finde Platz zu haben für die Liebe zwischen uns. Und unsere sozialen Kontakte. Unsere Freunde. Und auch für mich selbst.

11. Wenn meine Kinder groß sind, würde ich mir wünschen, dass sie über mich sagen ….meine Mama hat uns immer das Gefühl gegeben geliebt zu werden, egal was war. Und sie hat uns Mut gemacht Dinge auszuprobieren, zu hinterfragen und das es immer die Chance gibt etwas zu ändern. Und das es am Ende nur wichtig ist, das wir glücklich sind. Nicht Geld, nicht Ruhm, nicht Konformität.

Nachtrag: Von der Nominierung bis zur Beantwortung der Fragen hat es schon wieder ewig gedauert. Und dabei ist mir eigefallen, dass ich schon mal eine Nominierung hatte und niemals die Fragen beantwortet habe, weil ich immer dachte: Mach ich morgen. Und das tut mir total leid. Ich wollte das nicht so sang und klanglos unter den Tisch fallen lassen. Also wer immer mir das damals hat zukommen lassen: Es tut mir ehrlich leid! Ich versuche dahingehend zuverlässiger zu werden!!

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2 thoughts

  1. Liebe Miriam,
    herzlichen Dank für diese schöne Antworten! Immer, wenn ich Dich lese, erinnere ich mich wie wunderschön reich das Leben mit Kindern ist, Wobei verliebt kichernd an der Schulter lehnen mir auch sehr gut gefällt 😉 Und: den Knausgard hab ich auch gelesen … Liebste Grüße, Ute

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