Ferienwoche 1

In der ersten Woche hat nur Emil Ferien. Trotzdem müssen natürlich morgens zwei Kinder fertig gemacht werden um Ida in den Kindergarten zu bringen. Montag ist Emil aber noch bei Oma und Opa und Ida hat Geburtstag. IMG_2406So richtig verstehen tut sie das Ganze nicht und Geschenke gibt es auch (noch) keine, weil Emil unbedingt dabei sein will. Also Ida ab in den Kindergarten und den Vormittag mit backen, aufräumen und vorbereiten verbringen. Am Nachmittag ist die Wohnung und der Garten voll, aber im Gegensatz zu letztem Jahr bleibt alles überschaubar und sehr entspannt. Die Kinder spielen im Gras, wir essen Kuchen. Die Sonne scheint. Ida versteht irgendwann auch, dass die Geschenke alle für sie sind und beginnt auch sie zu verteidigen.

Am Dienstag nehmen wir auch den „großen“ Emil noch auf. Nicht alle können die Kindergartenferien so einfach mit ihren Jobs vereinbaren und wir freuen uns über Besuch. Allerdings bringt die Mama ihn erst um kurz nach acht und da müssen wir eigentlich schon los Ida abgeben. Und wie soll ich denn den großen Emil noch mit ins Auto bekommen? Ich baue Kindersitze um morgens um sieben und Ida läuft dabei gefährlich weit vom Auto weg. Im Endeffekt verschläft die Mama vom „großen“ Emil und wir rasen los zum Kindergarten. IMG_2411Als wir zurück sind stehen „großer“ Emil und seine Mama schon vor der Tür. Schnelle Übergabe, die Jungs verschwinden im Kinderzimmer und ich versuche zu arbeiten. Wenigstens kurz. Ich kann nicht alles liegen lassen. Die Jungs müssen mit zum einkaufen, schmeißen kleine Stöcker in den Isebekkanal und sind voller Fantasie. Es gibt überhaupt keinen Streit.

Mittwoch: wir gehen ins Dino Bad. Ha, denke ich, das ist ja viel leichter als noch vor ein paar Monaten. Emil pinkelt nicht aus versehen schon an der Kasse in die Hose und Ida trägt nicht die ganze Zeit ihr Erdbeerkostüm wie bei unserem letzten Besuch. http://https://emilundida.com/2015/02/17/eins-zu-eins-betreuung-auf-wiedersehen/ Mit zwei Kindern schwimmen gehen? Gar kein Problem mehr. Wie sich die Zeiten doch ändern in wenigen Wochen. Ida rutscht alleine die Rutsche und geht ein paar mal unter ohne zu schreien. Ständig muss man zwischendurch irgendeinen Snack reichen und Ida will partout auch im großen Becken alleine stehen (physikalisch allerdings tatsächlich unmöglich) und schreit und zetert, aber ansonsten ist es sehr entspannt. Gut, man kann sich nicht selbst abtrocknen und bis man beide Kinder angezogen hat ist man eh trocken, aber sonst ist es wirklich entspannt. Kinder durch die Parkgarage manövriert und Ida schläft schon, als wir an der Ausfahrtschranke ankommen. Okay, Parkticket funktioniert nicht und ich lasse beide Kinder im Auto um zurück zur Kasse zu laufen, aber ansonsten: Läuft! Einmal über die Reeperbahn fahren, weil Emil das LIEBT und dann nur noch irgendwo einen Parkplatz finden. Beide Kinder irgendwie ins Haus kriegen (und hier beginnt das Problem: erster Tag an dem man zwar zwei Hände hat um Taschen ins Auto zu tragen, aber – dank schlafenden Kindes auf dem Arm – nur noch eine, um eine Tasche wieder mitzunehmen… man kann sich vorstellen, wie sich die Taschen Problematik im Laufe der zwei Wochen im Auto so summiert….)

Donnerstag, Paul hat frei und wir fahren nach Volksdorf ins Schwimmbad. Inspiriert von Ahoikinder – dem wirklich besten BLOG um sich für jegliche Kinderevents in Hamburg zu informieren. Parkplätze gibt es auf Grund einer Baustelle keine und Emil und Ida müssen ein ganzes Stück laufen – das stört die beiden gar nicht, ist aber mit etwas Organisationsaufwand verbunden. Die beiden laufen selten gleich schnell oder in die gleiche Richtung, sie finden Käfer, Stöcker und Steine, balancieren auf Mauern, pflücken Blumen und Gräser, sammeln Kiesel, bestaunen Autos, Häuser, Gärten, lesen Schautafeln, sehen in Fenster und müssen auf öffentlichen Parkplätzen die ganze Zeit zurecht gewiesen werden, damit sie nicht wild hin- und her rennen.

In einem alten Fachwerkhaus neben dem Museumshof Volksdorf ist ein Restaurant, wir sitzen im Garten und trinken etwas. Die Kinder  laufen herum, drei Stunden Schwimmbad mindert die Energie nicht. IMG_2008Wir gehen in den Wald und sehen uns die Ziegen und Hühner an, die zum Museumshof gehören. Das Abendlicht ist schön, alles ist so idyllisch. Der Weg zurück zum Auto dauert genauso lang wie der Hinweg. Im Auto? Keine Spur von Müdigkeit. Zumindest bei Ida nicht. Nach 45 Minuten erreichen wir Eimsbüttel, Ida immer noch hellwach. Wir fahren noch zwanzig Minuten herum. Ida hellwach. Wir geben auf. Zuhause stecken wir sie ins Bett und sitzen noch eine geschlagene Stunde neben ihr, während sie singt und hopfst und redet. Um neun ist sie eingeschlafen – aus Mangel an Alternativen.( Okay, heutiges Problem: wir sind genervt und lassen aus dem Grund eine Tasche von zweien um Auto….in der Summe sind jetzt schon zwei Taschen im Auto, die da nicht hingehören…zusätzlich zu unter den Sitz gerollten Trinkflaschen und einer ausgekippten Packung Kekse)

Freitag. wir treffen uns mit den Franzosen bei Planten un Blomen. Die Kinder bleiben direkt am ersten Teich, ziehen ihre Schuhe aus und planschen mit den Füßen im Wasser. Auf dem Spielplatz ist es voll – wie immer. Die vier Kinder gehen ins Wasser, in guten Momenten sind sie alle vier zusammen, in den meisten verstreuen sie sich. Der Spielplatz ist riesig. Vier Kinder im Auge behalten? Schwierig. Auch zu zweit. Ohne eine gute Portion Optimismus nicht ertragbar. Die Französin und ich üben uns in Gelassenheit. (Ich lasse wieder diverses im Auto. Warum, weiß ich gerade selber nicht genau….)

Samstag, ich fahre für einen Auftrag ins Wendland. Paul arbeitet. Also Emil und Ida zu Oma und Opa. Auf Grund des Ferienverkehrs am besten auf halber Strecke übergeben. Also Sachen für die Kinder packen, Kamera Equipment, Essen fürs Auto. Handy aufladen. Navi ist auch verschwunden. Keine Ahnung wie lange man braucht. Um elf muss ich da sein. Die Kinder trödeln. Ich schaffe es nicht alle Taschen auf einmal ins Auto zu bringen. Der eine will noch den Puppen Buggy, der andere noch den Roller, dann will Ida aber auch das Puky… ich trage und trage. Jedesmal denkt Ida das ich gehe, steht am Fenster der Haustür und schreit sich die Seele aus dem Hals. Arbeiten und Kinder ist manchmal irgendwie anstrengend. Im Auto, kaum losgefahren, will man essen, trinken, das eine Buch, das unter dem Sitz liegt. Nach einer Stunde Fahrt schnelle Übergabe der Kinder und des diversen Gepäcks auf einem Parkplatz an Oma und Opa. Und weiter. Das Navi ist auch endlich aufgetaucht und sagt, das sich mindestens 25 Minuten zu spät kommen werde. Verdammt!

Auf der Rückfahrt regnet es in Strömen und stürmt. Um kurz vor Mitternacht erreiche ich das Haus meiner Eltern. Man, bin ich müde. Ida lässt mich zum Glück bis halb sieben schlafen.

IMG_2022Sonntag, alles wieder einpacken und zurück nach Hamburg. Natürlich mit Stau. Zum Glück schläft Ida und Emil hört zum hundertsten Mal die gleiche CD. Als wir ankommen schläft Ida immer noch, ich lasse einen Großteil des Foto Equipments, eine Reisetasche, den Roller, der Puppen Buggy und das Puky im Auto. So langsam lässt sich ein System erkennen….

Jetzt müsste ich echt die Sachen vom Vortag abarbeiten. Geht aber nicht. Paul arbeitet, die Kinder sind bis Abends um neun wach. Ich bin tot müde. Erste Ferienwoche um. Schön war es. Aber es folgen noch drei….

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